Für wen ist Leichte Sprache?

Beeindruckende Zahlen

Laut der LEO Studie der Universität Hamburg sind eine große Gruppe Menschen in Deutschland nicht in der Lage, standardsprachliche Texte zu lesen und zu verstehen.

So gab es im Jahr 2018 rund 7,5 Mio. Menschen mit geringer Literalität: Ein Bevölkerungsanteil von 12,1 % der erwachsenen Bevölkerung von 18 bis 64 Jahren.  Diese Gruppe umfasst Menschen, die nicht lesen können bis hin zu Menschen, die einfachste Sätze nur mit Mühe lesen können. 

Hinzu kommen Menschen mit einer geistigen Behinderung sowie Menschen mit Lernschwierigkeiten, an Demenz Erkrankte, Menschen mit Aphasien (Sprachstörungen) und Menschen mit geringen Deutschkenntnissen.

Leichte Sprache unterstützt nicht nur diese große Gruppe von Menschen, Leichte Sprache hilft auch denen, die aus anderen Gründen Schwierigkeiten mit Sprache haben. 

„Das größte Problem mit der Kommunikation ist die Illusion, sie sei gelungen.“ (Bernard Shaw)

Leichte Sprache wendet sich an die breite Bevölkerung – die „Nicht-Fachleute“. 

Die Verfasser von Textinhalten gehen oftmals ganz selbstverständlich davon aus, dass alle Menschen in der Lage sind, ihre Texte zu verstehen. 
Verstehen diese sie denn wirklich?

Ein Anspruch unserer Zeit ist, dass alle Menschen Fachsprachen beherrschen. 
Was ist, wenn man fachfremd ist und sich mit einem Thema nicht gut auskennt?

Auch Menschen mit guten Sprachfähigkeiten freuen sich, wenn kurz und prägnant das wesentliche in einem Text dargestellt wird. 
Passiert das häufig genug?